Vorgeschichte

 

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Die Entstehung der Luftwaffe und die Antwort darauf

1784

Der preussische Ingenieur Hayne verfasst eine Studie über die militärische Verwendbarkeit von Ballonen.

1793

Das Geburtsjahr der Luftwaffe: Die franz. Regierung stellt Ballon-Abteilungen auf („Aérostiers“). Kommandant ist der Physiker capitaine Coutelle.

Start des Luftschiffers Spelterini

1794

Erster grosser Kriegseinsatz der Aérostiers mit Fesselballonen zur Beobachtung des Gefechtsfeldes gegen die Österreicher im Koalitionskrieg.

 

Als Antwort darauf erfolgt der erste Flabeinsatz der Kriegsgeschichte. Die Österreicher beschiessen die Beobachtungsballone mit 2 Haubitzen. Ergebnis: „Near miss“ (Fasttreffer).

Die Notlösung  Haubitze als erstes Flabgeschütz

1799

Die französischen Luftschiffertruppen werden wieder aufgelöst. Sie sind zu wenig flexibel im Bewegungskrieg.

1870-71

Im Deutsch-Französischen Krieg setzen die Franzosen Freiluftballone als einzig mögliches Verbildungsmittel zwischen der besetzten Hauptstadt Paris und dem freien Hinterland ein. Die Deutschen können diese Ballone nicht bekämpfen, da die Feldgeschütze weder in Seite noch Höhe zu folgen vermögen.

1871

Alfred Krupp erkennt das Problem und baut eine Spezialkanone mit freier Seite und 90°-Schwenkbereich in der Höhe.

1910

Einsatz von Flugzeugen im Rahmen grosser französischer Manöver in der Piccardie.

1911/12

Die Bedeutung der Fliegereinsätze nimmt zu: Grosseinsätze in beiden Parteien im Rahmen der französischen Ost-Manöver.

1913

Im Rahmen der ausgedehnten franz. Süd-West-Manöver erfüllen die Flieger wichtige Aufklärungsaufgaben und werden zur Artillerie-Feuerleitung herangezogen.

1914

Bei Ausbruch des WK I besitzen die beiden Hauptgegner bereits Flugzeug- Staffeln wie folgt:

 

Land

Staffeln

Flz pro Staffel

Tot Flz

Bau von Flz  1914-18

Frankreich

23

6

138

67928

Deutschland

34+7 Res

6

232

48529

 

 

Deutschland baut auch auf Zeppeline. Bei Kriegsausbruch sind schon deren 6 militärisch verfügbar, dazu kommt ein Schütte-Lanz-Luftschiff. Bis März 1915 werden noch weitere 14 Zeppelin-Luftschiffe gebaut.

1915

Auch in der Schweiz beginnt man, sich mit der Bekämpfung von Flugzeugen zu befassen. Für den Beschuss sollen Kanonen, Maschinengewehre und Gewehre verwendet werden.

 

7.5 cm F Kan auf 360°-Lafette (Pivot)

Improvisiertes Fliegerabwehrgeschütz im Jura

 Maschinengewehr auf fahrbarer Lafette im Flab-Einsatz

Bild links:  7.5 cm Feldkanone auf einer um 360° drehbaren Speziallafette (Pivot)

  Bild Mitte:  Improvisiertes Fliegerabwehrgeschütz im Jura

    Bild rechts: Maschinengewehr auf fahrbarer Lafette im Flab-Einsatz

      (Zum Vergrössern Doppelklick auf die Bilder)

1916

Zunehmende Grenzverletzungen durch fremde Flieger nehmen im Prontruter-Zipfel immer zu. Man verlegt eine Fliegerabwehrbatterie aus Fort Airolo mit 7.5 cm Feldgeschützen auf Pivot (Seitenrichtwinkel 360°, Höhenrichtwinkel ca 80°, kein bindendes Schiessverfahren, Schrapnellgeschosse) dorthin. Da jedoch nie entsprechende Schiessübungen durchgeführt wurden, bleiben Erfolge leider aus.

 

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Last Update: 04.11.2011