Nachkriegsjahre

 

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Die Nachkriegsjahre bis zur Truppenordnung 51

1946

Im Jahr nach dem Krieg haben die Flabtruppen keine Wiederholungskurse zu leisten. Dafür werden die Spiegel-Schiessanlagen für die 20 Flab bereitgestellt.

 

Endlich tut sich Wesentliches in der bisher etwas vernachlässigten Motorisierung der Fliegerabwehr. Zu Schleuderpreisen werden aus Beständen der US-Armee grössere Mengen an geländegängigen Benzinfahrzeugen übernommen. Die Leichte Fliegerabwehr erhält „Willis“ Jeeps als Kommandofahrzeuge und „Dodge-WC“ (WC = Weapon Carrier = Waffentransporter) als Zugfahrzeug für die 20 mm Geschütze. Auch „Dodge-CC“ (CC = Command Carrier = Kommandofahrzeug) für den Stab und Geländelastwagen“GMC“ (General Motors Company) für den Material- und Küchentransport werden zugeteilt.

1947

In der Westschweiz steht für die 20 mm Flab-Schiessaubildung kein vertraglich gesicherter Flabschiessplatz mehr zur Verfügung (Savièse dient gemäss Vertrag der Schiessausbildung der 34 mm Flab). Verhandlungen mit der Gemeinde Grandvillard für die Weiterbenützung des Schiessplatzes in Friedenszeiten scheitern zunächst. Nach dem Wechsel der Gemeindebehörden jedoch und dank Unterstützung der Behörden des Kantons Freiburg stimmt die Gemeinde  Botschaft des BR betr die Schaffung eines Flab Spl in Grandvillardeinem Vertragsentwurf zu.

In der Folge ergeht am 24. März eine Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betreffend die Schaffung eines Flab-Schiessplatzes in Grandvillard.

 

(Bild: Die vollständige Botschaft des Bundesrates an die Eidg. Räte betreffend die Schaffung eines Flabschiessplatzes in Grandvillard. Dieses Dokument ist sehr interessant, weil es viele Daten, Fakten und Überlegungen zur Flabschiessausbilung enthält. Durch Doppelklick können Sie es öffnen und auch ausdrucken. Sie benötigen hierzu den Acrobat Reader)

  Erstmals nach dem Aktivdienst gelangen sog. Offiziersschiesskurse der Flab (die Vorgänger der späteren Schiess-Schulen) in Zuoz zur Durchführung. Bei der L Flab nehmen Hauptleute daran teil.

1948

Man macht Versuche mit 3 auf einer Lafette zusammengefassten Inf Flab Kan 43 von Hispano-Suiza. Dieses Geschütz hat zunächst je ein Seiten- und Höhenrichtrad.  Dieser Drilling soll als 20 mm Flab Kan 43/50 der Infanterie-Flab zugeteilt werden.

1949

Die ersten Manöver mit einigen Regimentsgruppen unter Leitung des Kommandanten der Armee-Flab gelangen zur Durchführung.

 

Bisher verfügten 36 Füsilierbataillone über einen eigenen 20 mm Flab Zug. Diese Flabzüge werden nun zu motorisierten, selbständigen Flab-Kompanien zusammengefasst und den jeweiligen Infanterieregimentern (insgesamt 12) unterstellt. Die Gliederung der Inf Flab Kp kann durch Klicken auf das nachfolgende Bild betrachtet werden:

  Der Übermittlungsdienst der L Flab erhält zu den bestehenden Telefonverbindungen das Kleinfunkgerät SE-100 "Fox".
 

Die AVIA Gesellschaft der Offiziere der Flieger- und Flab Trp trennt sich in zwei separate Gesellschaften: Die AVIA Flieger und die AVIA Flab.

1950

Grosse Manöverübungen unter Leitung des Kommandanten der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen. Es nehmen einige Flabregimenter unter Führung des Kommandanten der Armee-Flab und etliche Fliegerregimenter unter Führung des Kommandanten der Flugwaffe daran teil. Seit Bestehen der Flieger- und Fliegerabwehrtruppen sind das die ersten grossen Manöver auf Gegenseitigkeit.

  Die Übermittler u.a. der L Flab erhalten für den Telefon-Leitungsbau das geländegängige Fahrzeug UNOMOG 1 t mit Anhänger (bei der Truppe liebevoll "Gumpesel" genannt).

1951

Die neue Truppenordnung 51 wird aus der Taufe gehoben. Die schweizerische Fliegerabwehr hat jetzt folgende Bestände:

  • 6 Flabregimenter mit 2 Schw- und 1 L Flab Abteilungen

  • 5 Selbständige Sch Flab Rgt mit 2 Schw- und 1 L Flab Abteilungen

  • 15 Mobile Leichte Flab Batterien in den Divisionen, Leichten Brigaden und den Festungsbrigaden

  • 21 Flugplatz-Flab Bttr

  • 1 Stauwehr Flab Bttr 121

  • 12 Flabkompanien in 12 Inf Regimentern (per Jahresbeginn 1952 werden noch die restlichen 9 Flab Kp der Auszugs-Inf Rgt aufgestellt).

 

Die Stauwehr-Flab Abt 121 erscheint als Formation wie auch als Name neu auf dem Plan. Sie wurde aus den selbständigen Leichten und Mittleren Flab Bttr zusammengestellt und war ein Riesengebilde.

 

Mit der Truppenordnung 51 wird auch die Transportorganisation der Armee neu ersonnen. Der Motorfahrzeugbestand der Flab Trp erfährt eine erhebliche Aufbesserung. Die Ausbildung der Flab Motorfahrer erfolgt nun im Rahmen von Transportkolonnen in den Flab Rekrutenschulen in Payerne.

 

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Last Update: 04.11.2011